Plastikmüll vermeiden, Teil 1

Beim Austausch über das Thema ‚Plastikmüll vermeiden‘ haben wir ganz schnell gemerkt, wie vielschichtig dieses ist. Deshalb werden wir in mehreren Teilen darüber erzählen und unsere Gedanken mitteilen.

Beginnen möchte ich mit dem Aspekt Plastikmüll beim Einkauf vermeiden. Meiner Erfahrung nach ist das ein guter Einstieg, der relativ leicht umzusetzen ist.

Bei Obst und Gemüse braucht es schlicht weg keine Plastiktüten. Ich habe mir schon vor Jahren aus Wäschenetzen Gemüsenetze genäht. Inzwischen gibt es bei Edeka und in den einschlägigen Naturkostläden oder auch im Internet ebenfalls Gemüsenetze zu kaufen. Der Trick ist halt nur, diese dann auch dabei zu haben.  😊 Obst und Gemüse, welches in Plastik verpackt ist, wird einfach nicht gekauft. Das ist unter Umständen manchmal schade, aber nur so kann man als Verbraucher dem Einzelhandel klar machen, was man will und was nicht.

Brot und Brötchen kaufen wir am besten frisch beim Bäcker. Da werde ich jedoch beim nächsten Einkauf nachfragen, ob mein geschnittenes Brot auch in meinen mitgebrachten Beutel aus Baumwolle gepackt werden kann, denn aktuell wird es auch in eine Plastiktüte gepackt.

Irgendwie ist das so selbstverständlich, erst jetzt, wo ich mich explizit mit diesem Thema auseinandersetze, wird mir bewusst, was ich dann doch noch aus Gewohnheit in Plastikverpackungen kaufe. Auch hier ist Achtsamkeit gefragt; sich bewusst machen: was mache ich hier eigentlich.

Milchprodukte: hier sind leider die wenigen Produkte, die es in Glasflaschen bzw. Gläsern gibt, so extrem viel teurer, dass ich dafür noch keine Lösung gefunden habe. Immerhin: besser einen Joghurtbecher zu 500g als viele kleine.

Ähnlich verhält es sich bei Wurst und Käse: Entweder abgepackt in Plastik oder frisch am Tresen, was wiederum eine deutliche Preissteigerung mit sich bringt. Immerhin hat Edeka inzwischen ein System eingeführt, bei dem die Wurst und das Fleisch in Mehrwegverpackungen abgepackt wird, denn ansonsten hat man ja auch da eine Plastiktüte um sein gekauftes Fleisch.

Getränke, speziell Wasser, kaufen wir so gut wie gar nicht. Wir trinken Leitungswasser, auf Wunsch aufgesprudelt. Säfte und Softdrinks werden wir in Zukunft auch nur noch in Mehrweg-Flaschen kaufen.

Fakt ist: Perfekt gibt es nicht, wir werden immer Kompromisse machen. Aber es lohnt sich durchaus mal bewusst darauf zu achten, was so alles im Einkaufswagen landet und ob es für das eine oder andere Produkt nicht eine plastikfreie oder zumindest plastikarme Alternative gibt.

Und zu guter Letzt: Müll gehört getrennt in den Müllsack und nicht in die Natur. Das weiß doch jedes Kind, wirst du jetzt denken. Genau, aber ich bin immer wieder entsetzt, wieviel Müll ich in der Natur sehe!

Fühl dich inspiriert, bei deinem nächsten Einkauf mal ganz bewusst hinzuschauen.

Welche Erfahrungen hast du beim Thema Plastikmüll vermeiden gemacht?

Liebe Grüße, Margit

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