Margits Bücherecke

„Töchter einer neuen Zeit“ von Carmen Korn;  540 Seiten; Rowohlt Taschenbuchverlag

Dieses Buch hat mir meine Schwester zum Lesen gegeben, nicht nur, aber auch, weil die Geschichte in Hamburg spielt.

Darum geht es: Der erste Weltkrieg ist vorbei, das Land beginnt sich langsam zu erholen. Erzählt wird die Geschichte von vier sehr unterschiedlichen jungen Frauen, die eine Freundschaft verbindet, die im Laufe der Jahre, besonders unter dem zunehmenden Einfluss des Nationalsozialismus immer wieder auf die Probe gestellt wird, aber unerschütterlich ist.

Ich bin sehr schnell in die Geschichte reingekommen, das Buch lässt sich gut lesen. Besonders spannend fand ich, mir das Hamburg der 20er bis 40er Jahre des letzten Jahrhunderts vorzustellen, kenne ich doch die eine oder andere beschriebene Ecke aus der heutigen Zeit. Auch die Beschreibungen der Lebensumstände zur Zeit des Nationalsozialismus und während des Krieges waren für mich sehr anschaulich und besser als manch Geschichtsstunde meiner Schulzeit, in denen es doch hauptsächlich um „gut“ und „böse“ ging. Auch aus diesem Grund kann ich diese Buch sehr empfehlen.

Zwiegespalten bin ich etwas, weil auch dieses Buch (wieder Mal) der erste Teil einer Trilogie ist. Warum muss jede Geschichte so ausgeschlachtet werden? Für mich hätte durchaus auch am Ende des ersten Buches Schluss sein können. Auf der anderen Seite kann der Leser so eine Zeitreise durch ein sehr spannendes, geschichtsträchtiges Jahrhundert unternehmen, anschaulicher und lebensnaher als jede Geschichtsstunde.

Meine Empfehlung: auf jeden Fall lesenswert.   (ich gebe mein Exemplar gern weiter)

Nachtrag: aktuell steht dieses Buch auf Platz 3 der Spiegel-Bestseller -Liste in der Rubrik Taschenbücher.

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