Plastikmüll, noch immer erster Teil

Hallo meine lieben Lesende! Alles Wichtige, was es direkt zum Einkaufsverhalten zu sagen gibt, hat Margit schon gesagt. Einzig eine kleine Ergänzung. Wohlwissend, dass meinem Gedanken Hygienerichtlinien entgegenstehen formuliere ich trotzdem: Was hindert uns daran beim Einkaufen an jedem Frischetresen saubere Dosen (ja, auch aus Plastik, hier weiter in meiner Metaebene) mitzubringen? Ein Druck an der Waage auf Tara und schon kann der Verkauf weitergehen. Selbst nach Einwaage eines Gutes, Wachspapier dazwischen, Tara gedrückt und weiter geht es. 

Metaebene: es gibt keinen Grund Plastik, generell zu verteufeln. Es geht um den Kontext der Benutzung. Alles, was wir lange verwenden, darf aus Plastik sein. Welcher Werkstoff hat die gleichen Eigenschaften? Es ist leicht, gut zu reinigen, in jeder Form zu bringen. Warum also nicht mit einer Schüssel eines uns allen bekannten amerikanischen Herstellers an die Käsetheke und quasi über Jahre unseren Käse kaufen?
Darüber hinaus zeigt uns die Erfahrung, dass Appelle allein selten die Bewegung entfalten, die nötig ist, um eine spürbare Veränderung zu bewirken. Beispiel Pfand auf Kunststoffflaschen: wo wären wir heute, wenn wir dieses Pfand nicht hätten? Als eigener, subjektiver Vergleich dient unser letzter Sommerurlaub in Italien. Hier gibt es kein Pfand auf Kunststoffflaschen. Das Bedürfnis der Nutzer solch eine Flasche dem Recycling oder auch nur der Verbrennungsanlage zuzuführen ist wesentlich geringer. Somit sehe ich den Gesetzgeber in der Pflicht. Um Kunststoffmüll zu vermeiden, müssen Verpackungen (die letztlich auch nur verbrannt werden) schmerzhaft besteuert oder verpflichtend durch andere Verpackungen und Mehrweg ersetzt werden. 

Ein Gedanke ist mir bei allen Diskussionen über Plastik, Bienensterben, Kohleausstieg, Klimawandel, Rodung von Tropenwäldern und so weiter sehr wichtig, den ich an entsprechender Stelle immer wieder hervor holen werde:

Es geht nicht darum unsere Erde/Planeten zu retten. Die Erde braucht uns nicht.  Sie wird es, wie auch die letzten drei oder vier Milliarden Jahre schon überstehen. Nicht mit allen Arten. Vielleicht aber ohne uns.  Bis jetzt sind wir Menschen im Angesicht der planetarischen Entwicklung nur das kurze Aufblitzen eines Zündfunkens; für ein schönes, wärmendes Feuer (keine CO2 Diskussion bitte) oder eben verpufft in der Unendlichkeit.  Es geht um uns und unsere Nachkommen.. 

Gruß Klaus

Plastikmüll vermeiden, Teil 1

Beim Austausch über das Thema ‚Plastikmüll vermeiden‘ haben wir ganz schnell gemerkt, wie vielschichtig dieses ist. Deshalb werden wir in mehreren Teilen darüber erzählen und unsere Gedanken mitteilen.

Beginnen möchte ich mit dem Aspekt Plastikmüll beim Einkauf vermeiden. Meiner Erfahrung nach ist das ein guter Einstieg, der relativ leicht umzusetzen ist.

Bei Obst und Gemüse braucht es schlicht weg keine Plastiktüten. Ich habe mir schon vor Jahren aus Wäschenetzen Gemüsenetze genäht. Inzwischen gibt es bei Edeka und in den einschlägigen Naturkostläden oder auch im Internet ebenfalls Gemüsenetze zu kaufen. Der Trick ist halt nur, diese dann auch dabei zu haben.  😊 Obst und Gemüse, welches in Plastik verpackt ist, wird einfach nicht gekauft. Das ist unter Umständen manchmal schade, aber nur so kann man als Verbraucher dem Einzelhandel klar machen, was man will und was nicht.

Brot und Brötchen kaufen wir am besten frisch beim Bäcker. Da werde ich jedoch beim nächsten Einkauf nachfragen, ob mein geschnittenes Brot auch in meinen mitgebrachten Beutel aus Baumwolle gepackt werden kann, denn aktuell wird es auch in eine Plastiktüte gepackt.

Irgendwie ist das so selbstverständlich, erst jetzt, wo ich mich explizit mit diesem Thema auseinandersetze, wird mir bewusst, was ich dann doch noch aus Gewohnheit in Plastikverpackungen kaufe. Auch hier ist Achtsamkeit gefragt; sich bewusst machen: was mache ich hier eigentlich.

Milchprodukte: hier sind leider die wenigen Produkte, die es in Glasflaschen bzw. Gläsern gibt, so extrem viel teurer, dass ich dafür noch keine Lösung gefunden habe. Immerhin: besser einen Joghurtbecher zu 500g als viele kleine.

Ähnlich verhält es sich bei Wurst und Käse: Entweder abgepackt in Plastik oder frisch am Tresen, was wiederum eine deutliche Preissteigerung mit sich bringt. Immerhin hat Edeka inzwischen ein System eingeführt, bei dem die Wurst und das Fleisch in Mehrwegverpackungen abgepackt wird, denn ansonsten hat man ja auch da eine Plastiktüte um sein gekauftes Fleisch.

Getränke, speziell Wasser, kaufen wir so gut wie gar nicht. Wir trinken Leitungswasser, auf Wunsch aufgesprudelt. Säfte und Softdrinks werden wir in Zukunft auch nur noch in Mehrweg-Flaschen kaufen.

Fakt ist: Perfekt gibt es nicht, wir werden immer Kompromisse machen. Aber es lohnt sich durchaus mal bewusst darauf zu achten, was so alles im Einkaufswagen landet und ob es für das eine oder andere Produkt nicht eine plastikfreie oder zumindest plastikarme Alternative gibt.

Und zu guter Letzt: Müll gehört getrennt in den Müllsack und nicht in die Natur. Das weiß doch jedes Kind, wirst du jetzt denken. Genau, aber ich bin immer wieder entsetzt, wieviel Müll ich in der Natur sehe!

Fühl dich inspiriert, bei deinem nächsten Einkauf mal ganz bewusst hinzuschauen.

Welche Erfahrungen hast du beim Thema Plastikmüll vermeiden gemacht?

Liebe Grüße, Margit

Margits Bücherecke

„Töchter einer neuen Zeit“ von Carmen Korn;  540 Seiten; Rowohlt Taschenbuchverlag

Dieses Buch hat mir meine Schwester zum Lesen gegeben, nicht nur, aber auch, weil die Geschichte in Hamburg spielt.

Darum geht es: Der erste Weltkrieg ist vorbei, das Land beginnt sich langsam zu erholen. Erzählt wird die Geschichte von vier sehr unterschiedlichen jungen Frauen, die eine Freundschaft verbindet, die im Laufe der Jahre, besonders unter dem zunehmenden Einfluss des Nationalsozialismus immer wieder auf die Probe gestellt wird, aber unerschütterlich ist.

Ich bin sehr schnell in die Geschichte reingekommen, das Buch lässt sich gut lesen. Besonders spannend fand ich, mir das Hamburg der 20er bis 40er Jahre des letzten Jahrhunderts vorzustellen, kenne ich doch die eine oder andere beschriebene Ecke aus der heutigen Zeit. Auch die Beschreibungen der Lebensumstände zur Zeit des Nationalsozialismus und während des Krieges waren für mich sehr anschaulich und besser als manch Geschichtsstunde meiner Schulzeit, in denen es doch hauptsächlich um „gut“ und „böse“ ging. Auch aus diesem Grund kann ich diese Buch sehr empfehlen.

Zwiegespalten bin ich etwas, weil auch dieses Buch (wieder Mal) der erste Teil einer Trilogie ist. Warum muss jede Geschichte so ausgeschlachtet werden? Für mich hätte durchaus auch am Ende des ersten Buches Schluss sein können. Auf der anderen Seite kann der Leser so eine Zeitreise durch ein sehr spannendes, geschichtsträchtiges Jahrhundert unternehmen, anschaulicher und lebensnaher als jede Geschichtsstunde.

Meine Empfehlung: auf jeden Fall lesenswert.   (ich gebe mein Exemplar gern weiter)

Nachtrag: aktuell steht dieses Buch auf Platz 3 der Spiegel-Bestseller -Liste in der Rubrik Taschenbücher.

Neujahrsvorsätze auf dem Prüfstand der Realität

Margits Beitrag

Was ist nur das Faszinierende daran, jedes Jahr, kurz vor dem Jahreswechsel sein Leben verbessern zu wollen: endlich abnehmen, mehr bzw. überhaupt Sport machen, mit dem Rauchen aufhören oder, oder, oder? Auch das Internet ist voller Motivationskurse das neue Jahr zum besten Jahr meines Lebens zu machen. Dabei ist der 1. Januar doch genau so ein Tag wie jeder, die Erde dreht sich genau so schnell, wie an allen anderen Tagen?  

Okay, es mag die Magie des Neuen sein, Rituale, Gruppenzwang, weil es ALLE (wirklich alle?) tun. Aber mal ganz ehrlich, ist nicht JEDER Tag ein Neuanfang? Haben wir nicht jeden Tag die Möglichkeit, etwas Neues in unser Leben einzuladen?

Viel wichtiger als der Starttermin ist doch das, was hinter unseren Vorsätzen steckt, das WARUM. Denn nur mit einem Warum, welches aus meinem Herzen kommt, habe ich überhaupt die Chance, länger als 5 Tage am Erreichen meines gesteckten Zieles dran zu bleiben.

Ein weiterer Grund, warum wir oft mit unseren Vorsätzen scheitern ist, dass wir uns zu viel vornehmen. Wenn wir etwas verändern wollen, dann am besten gleich alles. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Veränderungen kosten Energie, viele Veränderungen kosten viel Energie. Woher soll diese zusätzlich notwendige Energie kommen? Nur weil der erste Januar ist, sind wir nicht automatisch auf ein höheres Energieniveau gesprungen. 

Also: gräme dich nicht, weil sich deine Neujahrsvorsätze in Luft aufgelöst haben. 

  • Du bist gut, so wie du bist
  • Du kannst jeden neuen Tag für deinem ganz persönlichen Startpunkt nehmen

Und bevor du neu startest:

  • Setze dir nur ein Ziel zur Zeit
  • Frage dich ganz ehrlich, WARUM du genau dieses Ziel hast. Ist es wirklich DEIN Ziel?

Bevor ich jetzt abschweife und eine Anleitung zum Ziele setzen und erreichen gebe, was hier nicht das Thema ist – mein ganz persönlicher Vorsatz für dieses Jahr: meditieren und das mache ich jetzt auch… OM.
Liebe Grüße Margit

Klaus Beitrag

So, der letzte Feuerwerkskörper ist lange verraucht, ihre meist unansehnlichen Reste in den Straßen weggeräumt, das Leben ist schon wieder einige Tage voran geschritten. Viele Menschen haben wieder an dem letzten Abend des Jahres sich vorgenommen, ihr Leben zu ändern. Rauchen wird aufgehört, ein Vertrag im Fitnessstudio soll unterschrieben und die unter Umständen etwas eingeschlafene Beziehung zu xy wieder belebt werden. Im Realitätscheck  sieht es oft nach wenigen Tagen mit den Neujahrsvorsätzen aus, wie mit den Feuerwerkskörpern. Sie sind ausgebrannt, die auf dem Boden liegenden Hüllen sind entsorgt und kaum etwas erinnert an den berauschenden Gedanken des Aufbruchs, der uns durchdrang in dieser einen Nacht.
Woran liegt es, wenn unser Wollen nur so kurzfristig ist?
Weil ein einzelner Tag, die Wandlung des Datums nunmal nichts in unserem Leben verändert. Die Numerologen unter den Esoterikern rechnen ab dato mit einer anderen Jahreszahl und kommen teils zu erstaunlichen, neuen Ergebnissen(*kleiner Exkurs am Ende). Bei nüchterner Betrachtung hat sich jedoch nichts Verändert. Unsere Resourcen – ob finanziell, räumlich, emotional, geistig, gesellschaftlich und so weiter – sind immer noch die Gleichen wie wenige Stunden zuvor.  Wir suchen den Unterschied also in dieser einen Nacht?
Mittlerweile bin ich der Überzeugung, das die guten Vorsätze, nicht nur bei mir, im Grunde nicht funktionieren. Deshalb habe ich keine Vorsätze für da neue Jahr gefasst.
Das soll nicht bedeuten, das ich mir, jede andere Person, nicht auch Ziele setzen kann, soll oder sogar muss. Ein oder mehrere Ziele sind für unsere Entwicklung unerlässlich. Sie sollten allerdings in Beziehung zu uns selbst stehen. Also ist Selbstreflexion das Gebot jeder Stunde vor Null Uhr am Neujahrsmorgen. Es beginnt mit einer Analyse meiner Situation, meiner Umstände. Welche Möglichkeiten habe ich? Kann ich es finanziell umsetzen? Brauche ich mehr Geld, um es zu erreichen (Z.B.. Reiseziel)? Halte ich einen Nebenjob zur Erweiterung meiner Möglichkeiten eigentlich durch? Ist meine Leben mit Mehrarbeit dann noch attraktiv? 
Schwieriger wird es mit Fragen, die meine sozialen/emotionalen Kompetenzen betreffen. Veränderung in der Beziehung zu meinen Mitmenschen.  Wer bin ich (eine der schwierigsten, unter ständigem Wechsel stehende Frage)?  Wass kann ich im Bezug dazu  wirklich leisten? Wir alle werden niemand anderes, schon gar nicht für jemand anderes. Veränderung hierbei vollzieht sich, auch willentlich, – wenn überhaupt – in Jahren, keineswegs in Sekunden.
Eintreten möchte ich für  den guten Vorsatz zu jeder Zeit, wenn wir erkennen, dass wir die Gelegenheit, die Mittel und die Motivation dazu haben. Also die Zeit ihre Reife hat unser Ziel zu reichen. Nicht weil ein Datum, gesellschaftliche Zwänge, Modeerscheinungen oder der Mond im Aszendenten Mehlwurm uns dazu anregen. Lasst uns die Energie, die in einer Silvesterrakete steckt, nehmen und langsam abbrennen. Das abgegebene Licht ist nicht so stark, bringt uns dennoch näher an unser Ziel und fällt nicht so schnell vom Himmel.

An die Numerologen: schon mal bedacht, dass das verwendete Datum unseres Christlichen Kalenders eine willkürliche Festlegung ist? Wir rechnen 2019 nach Christi Geburt. Die Geburt ist aber willkürlich festgelegt und in keiner Weise historisch dokumentiert. Dann werden dem ganzen wirklich Bedeutungen zugeordnet???? 2019 oder doch 2014 weil ja doch ein anderes Jahr war??? Und in der astronomischen (nicht astrologisch….) Zählweise wird’s besonders spannend mit Blick aus das Jahr Null.
Liebe Grüße
Klaus