Unterwegs in Hamburg

Es gibt ja bekanntlich jede Menge verschiedener Möglichkeiten eine Stadt zu erkunden: auf eigene Faust mit einem gedruckten Stadt- oder Reiseführer, eine Stadtrundfahrt, eine Stadtführung, in größeren Städten auch thematische Stadtrundgänge. Das sind nur einige Beispiele, ich erhebe keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit.

Wir, als Freunde der kulinarischen Genüsse, haben diese Woche eine „Eat the World“-Tour durch Hamburg gemacht.

Das Konzept haben zwei Frauen in Berlin entwickelt und es erfreut sich inzwischen in etwa 40 Städten in Deutschland großer Beliebtheit. In einer Gruppe bis zu 16 Personen führt dich ein Guide durch einen bestimmten Stadtteil der jeweiligen Stadt, zeigt dir Interessantes, Historisches oder auch Kurioses. Unterbrochen wird dieser etwa 3-stündige Stadtrundgang durch Stopps bei ausgewählten inhabergeführten Restaurants oder kleinen Lädchen. Dort erhält man dann eine kleine Kostprobe  der Köstlichkeiten, die dieses Lokal zu bieten hat.

Unsere Tour führte uns durch Hamburg St. Georg, einem sehr bunten Stadtteil. Vor 20 Jahren wurde dieses Gebiet, welches direkt hinter dem Hamburger Hauptbahnhof liegt, genau diesem Ruf auch gerecht, heute hat er sich gemausert und ist Wohn- und Arbeitsort für Menschen aus aller Herren Länder und aus allen Schichten und Berufszweigen, wirklich multikulti.

Wir waren eine ganz kleine Gruppe, nämlich nur 4 Familienmitglieder. Um so netter. Das Wetter war typisch für einen Februartag in Hamburg; okay, der Wind hat gefehlt, aber zumindest hat es geregnet. Gut, dass wir immer wieder „Unterschlupf“ in den verschiedensten Lokalen gefunden haben. Mit einer kleinen Gruppe ist dies auch einfacher als mit einer großen Gruppe von 16 Personen.

Ich möchte jetzt gar nicht die ganze Tour in Einzelheiten beschreiben.

Kulinarisch haben wir mit der Indischen Küche begonnen, weiter zum Kräuterhaus, welches es schon über 100 Jahre in St. Georg gibt, französische Gastronomie, das Café Koppel, welches ausschließlich vegetarische und vegane Spezialitäten anbietet, das Café „Uhrlaub“, eines der ältesten noch inhabergeführten Cafés in Norddeutschland, über eine persische Bäckerei und zum Schluss einen kleinen türkischen Laden am Hanseatenplatz.

Sieben Stationen, sieben Kleinigkeiten, aber danach waren wir satt. Getränke kann man auf Wunsch und eigene Kosten zusätzlich erwerben.

Zwischen den einzelnen Stopps haben wir viel Interessantes über die Gegend und die Menschen, die hier lebten bzw. noch leben erfahren.

Fazit: es lohnt sich, mal bekannte Wege zu verlassen, in die Hinterhöfe zu schauen oder eine Seitenstraße zu nehmen. So entdeckt man abseits des Mainstreams manch Kleinod. Und ein kundiger Guide versorgt dich mit der einen oder anderen Information, die so nicht in jedem Reiseführer steht. Absolut empfehlenswert.

Wir werden auf jeden Fall zum Wiederholungstäter werden. Manche Touren kann man durchaus auch mehrmals machen, aber bis dahin haben wir noch 9 der 11 Touren in Hamburg, die wir noch gar nicht kennen. Und dann gibt es diese Möglichkeit der Stadterkundung ja auch noch in so vielen schönen anderen Städten Deutschlands…

Also, auf geht’s: www.eat-the-world.com

Liebe Grüße, Margit